17.03. equal pay day

Michaela Just – unsere Spitzenkandidatin schreibt

Heute ist Equal Pay Day! Das heißt durch die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen verdienen wir Frauen erst ab heute Geld. Das ist eine Ungerechtigkeit die nicht in diese Generation passt. Eine Frau ist gleich viel Wert wie ein Mann, hat gleiche Chancen im Bildungssystem und verdient trotzdem für die gleiche Arbeit weniger wie männliche Kollegen. Der Grund dafür erklärt sich mir nicht!

Michaela Just sagt dazu: „Die Gender Pay Gap ist eine Ungerechtigkeit die nicht in diese Generation passt. Eine Frau ist gleich viel Wert wie ein Mann, hat gleiche Chancen im Bildungssystem und verdient trotzdem für die gleiche Arbeit weniger wie ihre männlichen Kollegen. Auch wenn ich es nicht in den Stadtrat in Memmingen geschafft habe, werde ich mich dennoch weiterhin für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzen und Anträge dieser Art für @Rupert Reisinger vorbereiten.

Katja Kipping, die Vorsitzende der Partei DIE LINKE, zum heutigen Equal Pay Day:

Heute ist Equal Pay Day! Das heißt durch die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen verdienen wir Frauen erst ab heute Geld. Das ist eine Ungerechtigkeit die nicht in diese Generation passt. Eine Frau ist gleich viel Wert wie ein Mann, hat gleiche Chancen im Bildungssystem und verdient trotzdem für die gleiche Arbeit weniger wie männliche Kollegen. Der Grund dafür erklärt sich mir nicht!

Jahr für Jahr markiert der Equal Pay Day einen aberwitzigen Anachronismus: Der heutige Tag markiert das Datum, bis zu dem Frauen vom 1. Januar an länger arbeiten müssen als Männer, um auf das gleiche Jahres-Bruttoentgelt zu kommen. In Deutschland beziehen Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger Gehalt als Männer. Damit ist Deutschland EU-weit auf einem der schlechtesten Plätze: Nur in Tschechien und Estland ist der Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern größer.

Das liegt zum Teil daran, dass in von Frauen dominierten Bereichen wie den Bildungs-, Sozial- und Erziehungsberufen und im „Care“ Bereich, also zum Beispiel in der Pflege, noch immer viel zu niedrige Löhne gezahlt werden. Frauen sind außerdem seltener in Führungspositionen zu finden und häufiger in Teilzeit beschäftigt, da sie immer noch den Löwinnenanteil in der Kinderbetreuung und Pflege Angehöriger übernehmen. Auch eine gerechtere Verteilung der unbezahlten Erwerbsarbeit zwischen den Geschlechtern ist deshalb wichtig für die Schließung des gender pay gap.

All diese Faktoren führen dazu, dass Frauen stärker von Armut betroffen sind. Für die Regierung sind das immer noch nicht genügend Gründe endlich zu handeln und durch ein Entgeltgleichheitsgesetz  Gerechtigkeit herzustellen.

DIE LINKE fordert höhere Löhne für Beschäftigte in Pflege, Gesundheit und Bildung. Zudem ist es wichtig, Mädchen und junge Frauen zu motivieren, in Berufe einzusteigen, die immer noch fälschlicherweise als „Männerberufe“ bezeichnet werden. Es muss mehr Initiativen wie den „Girls Day“ oder „Komm nach MINT“ geben, die diese alten Rollenbilder aufbrechen.