Gute Löhne für die Held*innen des Alltags!

 

Gute Löhne für die  Held*innen des Alltags! 

Für 2,3 Millionen Beschäftigte im Öffentli chen Dienst werden derzeit neue Tarif verträge verhandelt: Kranken- und  Altenpfleger*innen, Erzieher*innen,  Sozialarbeiter*innen, Beschäftigte in  Schwimmbädern, Gesundheitsamt,  Müllentsorgung usw. Die Gewerkschaft  ver.di fordert 4,8 Prozent mehr Lohn,  mindestens 150 Euro im Monat.  

30 Jahre nach der Wende soll endlich  die Arbeitszeit im Osten an den Westen  angeglichen werden. Die Arbeitgeber  haben angeboten: Nichts. Es wurde  

LINKE Kommunalvertrer*innen rufen  hier dazu auf, die Forderungen der  Beschäftigten zu unterstützen:  

www.die-linke.de/unverzichtbar 

Ver.di ruft für die kommenden Wochen zu  Warnstreiks auf. Zu Recht! Unsere  Solidarität habt ihr! 

DIE LINKE macht Druck mit und für die  Beschäftigten im Öffentlichen Dienst  und ver.di! Ihr seid #unverzichtbar!  

Als Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker unterstützen wir die Tarifforderung der Gewerkschaft ver.di für den Tarifvertrag im Öffentlichen Dienst. Während der Corona-Krise hielten die Kolleginnen und Kollegen in Krankenhäusern und Gesundheitsämtern, in der Abfallwirtschaft und in den kommunalen Behörden den Laden am Laufen. Ihnen steht als Anerkennung eine Tarifsteigerung zu. Ob Reinigungskraft oder Pflegeleitung, ob Technikerin oder Landschaftsgärtnerin – 150 Euro mehr für jede und jeden der Kolleginnen und Kollegen ist ein wichtiger Schritt, um der Einkommensspreizung entgegenzutreten.

Der Verhandlungsführer im Verband der kommunalen Arbeitgeber, Ulrich Mädge (SPD), ließ sich mit den Worten zitieren: „Wir müssten im Grunde ganz andere Diskussionen führen, nämlich über Einschnitte reden.“ Wir halten diese Aussage für respektlos gegenüber den Kolleginnen und Kollegen in den Kommunen. Geld ist genug da, es ist nur falsch verteilt. Ulrich Mädge spricht nicht in unserem Namen. Als Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker sehen wir uns gezwungen, dieser Aussage öffentlich zu widersprechen.

Auch wir, Die Linke. Memmingen unterstützen diese Forderungen von verdi. Schöne Worte für die die währende Corana die Hauptlast trugen und immer noch tragen, reichen nicht. Wir haben gesehen wer in Krisenzeiten wirklich wichtig ist und bis zur Erschöpfung zum Wohle aller gearbeitet hat.

Jetzt zeigt sich:

  • wer vorher nur schöne Worte gemacht hat und jetzt die Forderungen zurückweist
  • wer die Forderungen unterstützt und den handelt und die berechtigten Interessen der Beschäftigten unterstütz
  • wer auf wessen Seite steht!

JETZT SEID IHR DRAN! – von Ver.di – Bezirk Heilbronn-Neckar-Franken

Der öffentliche Dienst hält das Land und die Gesellschaft am Laufen. Und der öffentliche Dienst, das seid Ihr, die rund 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen. Ihr sorgt mit Eurer Arbeit dafür, dass Menschen staatliche Unterstützung erhalten, entsorgt Müll, betreut Kinder, achtet auf den Schutz der Gesundheit, fahrt die Menschen mit Bussen zur Arbeit oder pflegt Alte und Kranke. Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen: Eure Arbeit ist unverzichtbar!

Ihr setzt Euch bei Eurer Arbeit auch selber Risiken aus, z.B. im Kontakt zu Bürger*innen oder wenn Ihr die Hygienekonzepte für Eure Betriebe nicht nur entwickelt und umsetzt, sondern auch deren Einhaltung kontrollieren müsst, wie in den Bürgerämtern, Zoos oder Schwimmbädern.

Für diese wichtige Arbeit, die in der Tat systemrelevant ist, werdet Ihr im Vergleich zu anderen Branchen viel zu schlecht bezahlt. Auch wenn ver.di in den Tarifrunden der letzten Jahre aufgeholt hat, liegen wir bei den Entgelten im Durchschnitt aller Branchen noch zurück. Kein Wunder, dass es einen erheblichen Fachkräfte- und Nachwuchsmangel gibt – Ihr spürt das, wenn Eure Aufgaben immer mehr werden.

Die Corona-Pandemie trifft alle Menschen in unserem Land. Mit dem Covid19-Tarifvertrag zur Kurzarbeit habt ihr einen wesentlichen Beitrag geleistet, um die kommunalen Arbeitgeber zu entlasten. Gleichzeitig haben viele von Euch rund um die Uhr geschuftet, weil es in der Krise geboten war. Ihr wart da und habt alles gegeben. Dass vor allem die VKA diesen Einsatz nicht würdigt und diese Krise jetzt auf Eurem Rücken austragen will, ist inakzeptabel und empörend.

Die Arbeitgeber von Bund und VKA setzen auf Euren Einsatz. Aber mehr zahlen wollen sie dafür nicht. Gegen diese Respektlosigkeit wehren wir uns und deswegen sagen wir: Jetzt seid Ihr dran – Applaus allein reicht nicht!

HIER VKA – Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände