Demo: Achtsam sein – war einfach mal nötig!

Es war überfällig mal ein Zeichen zu setzten

Quelle und viele weitere Bilder all-in.de

  • HIER auf all-in.de viele Bilder und ein kurzer Bericht!
  • HIER der Artikel im Kurier

Ca. 80 Menschen (wir hatten für 50 angemeldet und wollten es um Abstand wahren zu können auch klein halten) waren dem Aufruf gefolgt – mit kaum Werbung und in kürzester Zeit.

Die Reden waren jede für sich hervorragend (wir werden Sie hier zum Teil veröffentlichen)

Uns war es ein großes Bedürfnis, ein Zeichen für Solidarität, Gemeinschaft, Rücksicht und Achtsamkeit zu setzten – ca. 80 Menschen sahen das auch so – DANKE

Peter Büttner, Memminger Kinderarzt, hat es auf den Punkt gebracht: die Maßnahmen um die Ketten zu unterbrechen und Menschen zu schützen, sind einfach: Abstand halten, Masken tragen, Hygiene einhalten und Lüften – und das ist wahrlich nicht zu viel verlangt. Wir bitten alle Bürger*innen sich an diese Maßnahmen zu halten.

Aus der FaceBook-Diskussion – in der nicht auf das Virus eingegangen wurde:

Frage Gegenseite: Bitte um eine plausible Erklärung (auch noch einmal), was genau die Kritik an Corona Maßnahmen mit Rechtsextremismus zu tun hat.

Unsere Antwort: Auch die Linke, die Grünen, die SPD, Mehr Demokratie, Campact, Künsterl*innen usw. üben Kritik an Corona-Maßnahmen, von daher hat Kritik an Corona Maßnahmen nichts mit Rechtsextremismus zu tun. Wenn diese Kritiker aber dann mit Querdenkern, Nazis und Verschwörungstheoretikern mitlaufen dann durchaus!

Antwort Gegenseite: Ist es besser, zusammen mit Linken Kritik an Corona Maßnahmen zu üben, als mit – sagen wir : Nicht-Linken, um nicht rechts (extrem) zu sein? Wäre es nicht sinnvoll, diese (isolierte) Kritik gemeinsam vorzubringen? Schließlich will man in einigen Punkten wohl das Gleiche..

Unsere Antwort: Bisher wurde noch in keinster Weise auf das Virus eingegangen. Ob es überhaupt als Gefahr gesehen wird. Und “gemeinsam” bedeutet für uns jetzt nicht in erster Linie mit allen gemeinsam gegen die Corona Vorschriften zu sein, sondern gemeinsam das Virus zu bekämpfen. Betrachten wir mal asiatische Länder (Japan, Südkorea..): da ist selbstverständlich dass ALLE mitmachen, die Ketten zu unterbrechen, da ist es selbstverständlich dass jeder für sich und den anderen verantwortlich ist, da ist es selbstverständlich Abstand zu halten, da ist es selbstverständlich Masken zu tragen (Japan bei 160 Millionen Einwohnern 2018 5,5 Milliarden Masken – und die Japaner werden alt) und es ist selbstverständlich Hygiene noch mehr zu beachten. Es ist eine GEMEINSAME Anstrengung die Pandemie zu bekämpfen. Da geht Gemeinschaft vor Egoismus. Darum brauchen sie auch den Lockdown in dieser Form wie bei uns nicht. Ich wiederhole: die Maßnahmen um die Ketten zu unterbrechen sind einfach: Abstand / Masken / Hygiene / Luft – und das ist wahrlich nicht zu viel verlangt. Aber mit denen die sagen Corona ist eh kein Problem,  und Masken und Abstand sind Quatsch, kann es keine Gemeinsamkeit geben – und da ist es vollkommen egal, ob diejenigen rechts, links oder sonst was sind.


Barack Obama sagt dazu: Der Kampf gegen diese unguten Polarisierungen innerhalb des Landes könne außerdem nicht nur Politikern überlassen werden, sondern erfordere strukturelle Veränderungen und gegenseitiges Zuhören. Sich auf „gemeinsame Fakten“ zu einigen, bevor man sich streite, was man gegen Probleme tun könne, sei eine Voraussetzung.

Jeder kann sich dazu seine eigenen Gedanken machen!

16.11.2020 – Memminger Zeitung —- größer

Wir die Linke laden ein

Wir die Linke sind überzeugt, dass wir die Corona-Pandemie nur gemeinsam mit Rücksicht und Solidarität lösen können. Egoismus und Spaltung der Gesellschaft ist definitiv kein Weg.

Unsere Position

Die Corona-Pandemie ist nicht nur eine medizinische Krise, sie bedroht nicht nur Gesundheit und Leben vieler Menschen, sondern sie stellt die ganze Gesellschaft vor eine dramatische Belastungsprobe.

Die Maßnahmen zur Verlangsamung der Coronainfektionen sind mit massiven Einschränkungen der Grundrechte verbunden. 

Die Krise trifft die am härtesten, die wenig haben. Viele Menschen erleiden drastische Einkommensverluste bis zum Totalausfall, in zahlreichen Branchen haben Unternehmen keine Aufträge mehr, es droht eine massive Wirtschaftskrise. 

In dieser Krise wird sich mit entscheiden, in was für einer Gesellschaft wir leben: Wird die soziale Spaltung drastischer oder tun wir das Richtige und stellen wir die Menschen in den Mittelpunkt und geben eine solidarische Antwort?

Neben der wirtschaftlichen Unterstützung fordern wir eine parlamentarische und öffentliche Diskussion zu den Maßnahmen. Die Parlamente dürfen nicht weiter umgangen werden. Je länger die Pandemie dauert, umso intensiver müssen die Parlamente und die Bürger mit einbezogen werden. Und je länger die Pandemie dauert, um so mehr muss darüber nachgedacht und diskutiert werden, wie eine Gesellschaft strukturiert sein muss, um diesen Gefahren in Zukunft besser begegnen zu können.

Wir fordern für Memmingen eine Bürgerrat Corona, in dem die Betroffenen ihre Belange einbringen und die Maßnahmen diskutiert werden können. (wir werden demnächst ausführlicher darüber berichten).

Wir kritisieren auch, dass nach dem Abebben der ersten Welle die Zeit nicht besser genutzt wurde, um eine zweite Welle zu verhindern.

PRESSEERKLÄRUNG

Unter dem Motto „Gemeinsam achtsam – mit Abstand zusammenhalten“ sind am Freitag den 13.11.2020 die Bürger:innen um 15:30 Uhr auf dem Parkplatz am Westertorplatz eingeladen. Alle die mit uns gemeinsam zeigen wollen das gerade in der aktuellen Ausnahmesituation, Solidarität und Zusammenhalt unser wichtigstes Gut sind laden wir ein teilzunehmen. Der persönliche Egoismus muss nach Meinung der Linken in diesen Zeiten vor allem zum Schutz der Risikogruppen zurückgestellt werden. In Memmingen soll kein Platz für Verschwörungsideologien sein, die die Situation ausnutzen und zur Spaltung der Gesellschaft beitragen. „Wir sind der Überzeugung, dass die gegenwärtige Pandemie nur durch Solidarität und Rücksichtnahme gemeinsam gelöst werden kann, deshalb gehen wir auf die Straße“, so Tatjana Ewert vom Vorstand der Linken. Es werden die aktuellen Corona-Regeln beachtet: nur mit Maske und Abstand. Die Zahl der Teilnehmer:innen wird deshalb auf 50 Personen beschränkt bleiben.