Integrationsbeirat

Integrationsbeirat- er ist gewählt

Am Mittwoch den 24.02.21 wurde in der Stadtratssitzung der Integrationsbeirat gewählt.

Der neue Integrationsbeirat

Hier das Ergebnis der Wahl zum Integrationsbeirat

  • Afrika: Herr Abdoul Rahamane Traore (32 Jahre Burkino Faso)
  • Asien: Frau Parastou Rahimi Tembi (50 Jahre Iran)
  • Spätaussiedler: Dr Eduard Hergenreider (38 Jahre, Kasachstan) / Frau Daniela Thiel (46 Jahre, Polen)
  • GUS Staaten: Frau Yulia Katzler (32 Jahre Kasachstan)
  • EU: Frau Patrici Gheorghita Isac (34 Jahre Rumänien) / Herr Giovanni Tortiello (43 Jahre, Italien)
  • Sonstiges Europa: Frau Sanje Pelaj (48 Jahre, Kosovo), Herr Michael William Tingey (62 Jahre, Groß-Britannien)
  • Türkei: Frau Melec Dinc (33 Jahre Türkei) / Herr Muraf Gökce (55 Jahre, Türkei)
  • Fluchtkontext: Herr Mahmoud Osfeira (27 Jahre Syrien)

Hier das Ergebnis aus dem Protokoll der Stadtratssitzung vom 24.02.2021

Bewertung

  • Sehr positiv: es wurden 6 Frauen und 6 Männer gewählt
  • Das Durchschnittsalter ist 42, 5 Jahre
  • Einer ist unter 30 Jahre, fünf sind zwischen 30 und 40 Jahre.
  • Auch sehr positiv: für die Türkei wurden eine Frau und ein Mann gewählt

Stadträt*innen im Integrationsbeirat

  • Sabine Rogg, CSU/FDP
  • Petra Beer, SPD
  • Joachim Linse, Grüne/Linke
  • Christoph Heuss, FW
  • Michael Rampp, ödp
  • Uwe Rohrbeck, CRB

Koordinierungsstelle Integration

Seit 01. Februar 2021 gibt es die Koordinierungsstelle Integration. Herr Krupinski wird die Arbeit des Integrationsbeirates koordinieren und unterstützen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm

Hier die (kurze) Rede unseres Stadtrates Rupert Reisinger

Angesichts der vielen weiteren Themen heute auf der Tagesordnung hier nur ganz kurz ein paar Anmerkungen: 

“Wege entstehen dadurch, dass man sie geht! sagt Franz Kafka. Es hat zwar etwas gedauert, aber jetzt sind wir auf einem guten Weg. Heute kann der Integrationsbeirat gewählt werden, und es ist außerordentlich erfreulich, dass sich so viele Frauen und Männer bereit erklären, in diesem Beirat mitzuarbeiten.

Mein persönlicher Dank gilt ALLEN die kandidieren. Mein Dank gilt auch Herrn Haldenmayr für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Mein Dank gilt auch allen, die sich um die Kandidatenfindung bemüht haben. Diejenigen die Vorschläge gemacht haben und diejenigen die mit interessierten Menschen gesprochen haben.

Es wurde von Herrn Haldenmayr angesprochen, dass nur die SPD Vorschläge gemacht hat. Das stimmt nicht ganz: Frau  Andrea Drosihn-Lodd hat in Absprache mit den Stadträt*innen und dem Kreisverband der Grünen fünf Kandidat*innen angesprochen und sie motiviert sich zu bewerben. Ich habe 4 Kandidatinnen angesprochen und motiviert sich zu bewerben,  Ich habe außerdem Vertreter der Sozialen Stadt West und der Sozialen Stadt Ost in Person von Frau Katrina Dibah-Lavorante kontaktiert, die ebenfalls Kandidatinnen angesprochen haben. Unser Weg war, dass sie sich selbst bewerben und sich selbst die Mühe machen, den Fragebogen auszufüllen.

Im Vorfeld konnte ich einige der Kandidat*innen kennenlernen, sei es dass ich sie angesprochen habe, sei es dass sie sich bei mir meldeten. Alle zeigten den Willen sich in diesen nicht einfachen Prozess der Integration einzubringen. Es ist schade, dass Sie hier die Kandidat*innen nicht persönlich kennenlernen können. Vielleicht sollten wir nach einem Weg suchen wie wir das in Zukunft möglich machen können.

Erfreulich ist auch, dass wir in allen Ländergruppen genügend Personen finden konnten. Und besonders erfreulich ist, dass 11 Frauen kandidieren und viele junge Menschen. Fünf Kandidat*innen sind unter 30 Jahren, zwölf unter 40 Jahre und vier unter 50 Jahre, der Jüngste ist 21, der Älteste ist 83.

Auch die Erfahrung im Bereich Migration und Integration ist vielfältig. Sie haben interessante Berufe und sind in vielfältiger Weise ehrenamtlich tätig. Und es sind „bekannte“ Personen darunter, aber auch Menschen, die sich das erste Mal trauen, für ein öffentliches Amt zu kandidieren.

Es ist einerseits schade dass nur wenige vom alten Ausländerbeirat kandidieren, andererseits ist dies aber auch eine große Chance: Ein Neuanfang mit neuem Namen, mit neuen Gesichtern, neuen Ideen und mit neuem Schwung.

Wir haben ganz bewusst keine Empfehlung ausgesprochen, sondern dies sollte in den Fraktionen besprochen werden. Das einzige was ich jetzt hier noch empfehlen möchte: wählen sie Frauen in den Beirat – sie sollen entsprechend der Gesamtbevölkerung vertreten sein.

Ich freue mich auf die Arbeit im neuen Integrationsbeirat und will meinen Teil dazu beitragen, dass es ein Erfolg wird.

Hier VERGRÖSSERN

Die Kandidaten – eine Übersicht

Das Bild oben ist aus Baden-Baden. HIER – gehts zur Seite der Stadt: „Integration durch bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“ – sehr Interessant was da 2018/19/20 gelaufen ist. Wäre definitiv auch was für Memmingen.

Es haben sich 30 Personen beworben (die meisten) oder sind vorgeschlagen worden. Wir finden das ist ein großartiger Erfolg. Zu vergeben sind 12 Sitze im Integrationsbeirat.

Und ganz erfreulich: zu allen Ländergruppen haben sich genügend Personen beworben

LändergruppeSitzeBewerberFrauen
Afrika 12
Asien 122
Spät-Aussiedler253
ehemalige GUS Staaten221
EU242
Sonstiges Europa231
Türkei262
Fluchtkontext16
Gesamt133011

Etwas Statistik

  • Es bewerben sich immerhin 11 Frauen (37,9 %)
  • 6 Kandidat*innen sind unter 30 Jahren
  • 12 Kandidat*innen sind zwischen 30 und 40 Jahren
  • 5 Kandidat*innen sind zwischen 40 und 50 Jahren
  • 7 sind über 50 Jahre
  • der Jüngste ist 21 Jahre, der Älteste 83! Jahre

Auch die Erfahrung im Bereich Migration und Integration ist vielfältig. Sie haben interessante Berufe und waren in vielfältiger Weise ehrenamtlich tätig.

Und es sind „bekannte“ Personen darunter, aber auch Menschen, die sich das erste Mal trauen, für ein öffentliches Amt zu kandidieren.

Wir freuen uns auf die Arbeit mit dem dann gewählten Integrationsbeirat

  • Wir werden uns dafür einsetzten, dass ein großer Anteil Frauen in den Beirat gewählt wird
  • dass genügend junge Menschen in den Beirat kommen, dürfte bei der Alterstruktur selbtstverständlich sein.

Es ist nicht selbstverständlich, dass sich Menschen überhaupt engagieren, noch dazu in einem so schwierigen Bereich wie es die Migration / Integration ist.

Wir werden nach der Wahl hier die gewählten Personen vorstellen.

Vorbilder

  • HIER Kaufbeuren Aktiv – vielleicht ein Vorbild für Memmingen (Bild oben von Kaufbeuren)
  • HIER Kempten: Auftakt für ein kommunales Integrationskonzeptes
  • HIER Neu-Ulm: Integrationskonzept der Stadt – 2017/18/19
  • HIER – Baden-Baden: „Integration durch bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“
  • HIER Baden-Württemberg: PAKT FÜR INTEGRATION MIT DEN KOMMUNEN – Förderbereich „Integration durch bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschschaft“
  • HIER Integration in Würzburg – HIER das Integrationskonzept der Würzburg
  • HIER Stadt Meckenheim – Integrationskonzept

Infos

  • HIER Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration (Annette Widmann-Mauz): Kommunen können Integration
  • HIER Bundeszentrale für politische Bildung: Was heißt „Integration“ in superdiversen Nachbarschaften? Zunehmend ändern sich in deutschen Städten die demographischen Gegebenheiten: Einen Migrationshintergrund zu haben ist dort Teil der neuen Mehrheitsgesellschaft geworden. Muss Integration daher neu gedacht werden?
  • HIER Robert Bosch Stiftung: wie gelingt Integration