Kombibad – und das „liebe“ Geld

Oben sehen Sie die vom Stadtrat mit knapper Mehrheit gewählte Lösung. Wir berichteten davon.

HIER der Bericht über die Entscheidung

Hier zu Ihrer Information die zugrundegelegten Zahlen

Investitionskosten

Zum Verständnis: die Investitionskosten „VE1 Altenburg“ belaufen sich auf 33.844.000 Millionen. Der Stadtrat hat in seinen „Sitzungen“ im Dez. 2019 und Jan. 2020 „VE2 Stadtrat“ ein größeres Hallenbad Raumvolumen beschlossen.

Jetzt wurde „VE4 8 Bahnen“ beschlossen, das macht 1.326.000,00€ mehr aus, das sind jetzt gegenüber dem „VE2 Stadtrat“ Mehrkosten von 170.000€. Man sieht die Investitionskosten sind jetzt nicht so sehr das Problem.

Zusatzkosten ggü. Konzept Altenburg (für 20 Jahre Betrieb)

Die Zusatzkosten der jetzt beschlossenen Variante „VE4 8 Bahnen“ betragen 141.870,oo€. Gegenüber der bereits vom Stadtrat beschlossenen „V2 Stadtrat“ betragen 64.123,00.

Gegenüber einen separatem Springbecken sind die Zusatzkosten um 51.121,00€ pro Jahr geringer.

Auf 20 Jahre gerechnet sind die Zusatzkosten für 8 Bahnen versus Separater Sprungturm um 1.022.420,00€ geringer.

Finanzierung

Hier sehen sie wieder: die Investitionskosten sind nicht so sehr das Problem. Sie unterscheiden sich wenig. Die Förderung ist mit 50% angesetzt. Dies kann auch etwas mehr sein. Aus Rücklagen werden etwa 5 Millionen zugeführt, so dass Sie in der letzten Zeile den Kreditbedarf sehen.

Hier sehen Sie die Zahlen des Schdendienstes. Es fallen pro Jahr ca. 650.000,00€ an. Dies ist gerechnet bei einem Zinssatz von 0,75%. wir nehmen an, dass die Stadt etwas bessere Konditionen bekommt und die Zahlen etwas niedriger werden.

Zusammenfassung

Hier sehen Sie die Zusammenfassung aller Kosten. Die Zahlen stimmen nicht ganz. Unserer Meinung nach müsste in Zeile 1 „Kosten regulärer Betrieb“ immer die Zahl -1.417.012,00€ stehen. Es wurden jeweils bereits die Zusatzkosten (von Zeile 3) dazu gezählt und dann in Zeile 4 noch einmal.

Betrachten wir die Letzte Spalte – V4 8 Bahnen“ vom Stadtrat beschlossen. (korrigiert)

  • Die Kosten des Betriebes sind 1.417.012,00€
  • Die Zusatzkosten gegenüber dem ursprünglichen Konzept betragen 141,870,00€
  • Die Erlöse sind mit 400.857,00€ angesetzt. Sie sind ein Annahme nach errechneten Besucherzahlen und bei Eintrittspreisen nicht wesentlich höher als jetzt.
  • Das Betriebsdefizit beträgt demnach: 1.158.025,00€
  • zuzüglich 665.665,00€ Schuldendienst
  • ergibt einen jährlichen Bedarf von 1.823.690,00€, (die 1.965.560,00€ – 141.870,00€)

Das sind dann doch Zahlen, die eine Stadt erst stemmen muss.

Fazit

  • Wir finden, das Bad ist ein wichtiger Faktor für die Memminger Bürger*innen, vor allem für diejenigen, die sich teure Urlaube nicht leisten können. Von daher sind diese Kosten gerechtfertigt.
  • wenn dabei auch die Preise noch niedrig und für finanzschwache Familien bezahlbar bleiben.
  • Die Betriebskosten durch „ehrenamtliche“ Arbeit der Schwimmvereine zu reduzieren ist aus rechtlichen und versicherungstechnischen Gründen kaum möglich. Wir finden das äusserst bedauerlich, weil das ein wichtiger Beitrag wäre, dass die Bürger*innen das Bad als „ihr“ Bad betrachten und dabei auch noch Kosten gespart werden. Die müsste grundsätzlich (auch in anderen Bereichen geändert werden)
  • Die Belegung des Bades durch die Vereine müsste effektiver geregelt werden. Nach Berichten sind die Zeiten immer voll belegt ohne dass dann immer auch etwas stattfindet. Memmingen hat geringe Kosten für die Benutzung der Hallen. Deshalb werden sie von vielen Vereinen auch „blockiert“, ohne dass sie dann auch genutzt werden. Dies müsste geändert werden. Die „Beleger“ müssen nachweisen, mit wieviel Personen zu was sie die Halle belegt haben und bei Nicht-Belegung“ eine (erhebliche) Ausfallgebühr zahlen – oder die Halle rechtzeitig für andere frei geben.